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Der Begriff "Prostata" ruft sofort männliche Anatomie in Erinnerung. Dennoch bleibt eine Frage offen: Ist die Prostata bei der Frau ein Mythos oder eine biologische Realität? ONY, französischer Spezialist für männliche Intimaccessoires, möchte diese Unklarheiten lieber enträtseln und Ihnen klare, präzise und tabufreie Informationen bieten.
Dieser Artikel wurde von ONY erstellt, der ersten französischen Marke, die sich auf Intimaccessoires für Männer spezialisiert hat.
Die Frau besitzt keine Prostata im strengen medizinischen Sinne, verfügt aber über Skene-Drüsen (oder paraurethrale Drüsen), die das funktionale Äquivalent der männlichen Prostata darstellen.
Diese Drüsen produzieren PSA und eine alkalische Flüssigkeit bei sexueller Erregung und sind an der weiblichen Ejakulation in sehr geringer Menge beteiligt (weniger als 5 ml).
Die Lage dieser Drüsen in der vorderen Vaginalwand erklärt, warum die Stimulation des G-Punktes dieses erogene Gewebe aktivieren kann.
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In seinem Blog geht ONY allen anatomischen Themen unverblümt auf den Grund – und dieses Thema bildet da keine Ausnahme. Im strengen medizinischen Sinne gilt: Nein, die Prostata gehört zum männlichen Fortpflanzungsapparat. Sie ist eine exokrine Drüse, die ausschließlich beim Mann vorkommt.
Die Embryologie zeigt uns jedoch, dass die Gewebe, die beim männlichen Fötus die Prostata bilden, auch beim weiblichen Fötus vorhanden sind. Sie entwickeln sich lediglich unter dem Einfluss von Hormonen auf andere Weise.
Besitzt die Frau keine Prostata im eigentlichen Sinne, verfügt sie dennoch über ein prostatisches Überbleibsel mit im Wesentlichen gleicher Funktion. Dieses homologe Gewebe trägt den Namen Skene-Drüsen (oder paraurethrale Drüsen). Sie befinden sich beidseitig entlang der distalen Harnröhre und teilen auffällige histologische Merkmale mit der männlichen Prostata:
Biologische Marker: Sie produzieren PSA (Prostataspezifisches Antigen).
Struktur: Sie besitzen Kanäle, die sich nahe der Harnröhrenöffnung öffnen.
Obwohl mikroskopisch klein, bilden diese Drüsen eine funktionale erogene Zone, die häufig mit dem G-Punkt in Verbindung gebracht wird.
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Forschungsergebnisse bestätigen, dass diese Drüsen bei sexueller Erregung eine aktive Rolle spielen. Einmal stimuliert, produzieren sie eine alkalische Flüssigkeit, deren Zusammensetzung der männlichen Prostataflüssigkeit (PSA, Enzyme) ähnelt.
Bei der Mehrheit der Frauen sind die Skene-Drüsen wenig entwickelt, was die « weibliche Ejakulation » kaum wahrnehmbar macht, da die produzierte Flüssigkeit in sehr geringer Menge ausgeschieden wird. Bei anderen Frauen kann dieses Phänomen ausgeprägter sein. Diese „Ejakulation" sollte jedoch nicht mit dem Phänomen der „Frau Fontäne" (auch Squirting) verwechselt werden.
Eigenschaft |
Weibliche Ejakulation (Skene) |
Frau Fontäne (Squirting) |
Ursprung |
Paraurethrale Drüsen |
Blase (verdünnter Urin) |
Volumen |
Sehr gering (< 5 ml) |
Erheblich (> 50 ml) |
Aussehen |
Dick, milchig |
Klar, wässrig, transparent |
Zusammensetzung |
PSA, Enzyme, Fruktose |
Harnstoff, Kreatinin, Wasser |
Empfindung |
Ähnlich wie beim Prostatargasmus |
Reflektorische Blasenentleerung |
Um die Besonderheiten der weiblichen Anatomie richtig zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die männlichen Gegebenheiten. Die Prostata beim Mann ist eine kastaniengroße Drüse, die unterhalb der Blase liegt. Ihre Hauptfunktion? Einen Teil der Samenflüssigkeit zu produzieren (20 bis 30 %), um die Spermien zu ernähren. Dieses Organ reagiert auf Testosteron und ist im Alter anfällig für häufige Erkrankungen (Hypertrophie, Krebs). Genau das macht den Begriff "Prostata" etwas beunruhigend, wenn er in Analogie auf die Frau angewendet wird.
Während die männliche Prostata kompakt ist, erweist sich ihr weibliches Äquivalent als diffus. Die Skene-Drüsen liegen in der vorderen Vaginalwand, eingebettet in das Bindegewebe entlang der Harnröhre. Diese Lage erklärt, warum die Stimulation der Vaginalwand (das berühmte "G-Punkt") dieses Gewebe aktivieren kann. Anders als beim Mann bleibt dieses Drüsengewebe mit Muskeln und Schleimhäuten verflochten und ist mit bloßem Auge nicht sichtbar – außer bei Entzündungen oder Zysten. 🔍
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Die Existenz dieses Prostatagewebe bei der Frau eröffnet die Möglichkeit, ähnliche Erkrankungen wie bei Männern zu entwickeln, auch wenn ihre Häufigkeit deutlich unterschiedlich bleibt. Mythen von medizinischen Fakten zu trennen schafft mehr Klarheit.
Kann eine Frau an Prostatakrebs erkranken? Technisch gesehen existiert das Adenokarzinom der Skene-Drüsen, ist aber äußerst selten. Diese Tumoren exprimieren dieselben Marker wie der männliche Krebs:
Sie reagieren positiv auf PSA.
Sie werden mit ähnlichen Methoden behandelt (Chirurgie, Strahlentherapie).
Das Risiko bleibt verschwindend gering, beweist aber die Homologie der Gewebe. Ein bei einer Frau nachweisbarer PSA-Wert deutet in der Regel nicht auf Krebs hin, sondern eher auf eine kürzliche Stimulation oder eine Entzündung.
Gutartige Erkrankungen treten häufiger auf und können die sexuelle Gesundheit beeinträchtigen:
Infektion (Skenitis): Vergleichbar mit einer Prostatitis, verursacht sie Beckenschmerzen und Schmerzen beim Wasserlassen, die häufig mit einer wiederkehrenden Blasenentzündung verwechselt werden.
Zysten: Eine schmerzhafte Masse bildet sich in der Nähe des Harnröhrenöffnung, wenn sich ein Kanal verstopft.
Bei anhaltenden Harnröhrenschmerzen oder sterilen Harnwegsinfekten sollten Sie einen Urologen oder Gynäkologen aufsuchen. Ein Beckenultraschall oder eine MRT kann zur Diagnosestellung erforderlich sein.
Auch wenn das Organ „Prostata" tatsächlich fehlt, stellen die Skene-Drüsen ihr funktionales Äquivalent dar. Sie sind an der Befeuchtung und der sexuellen Reaktion beteiligt. Ihre Existenz anzuerkennen ermöglicht ein besseres Verständnis bestimmter Harnwegsbeschwerden und bestätigt die weibliche Sinneserfahrung. Bei ONY begleiten wir Männer und Frauen bei ihrer intimen Entfaltung – ohne Urteil und ohne Tabu.
Ihre Fragen, unsere Expertenantworten
Es sind die Skene-Drüsen, die entlang der distalen Harnröhre liegen. Sie sondern eine dem männlichen Prostataflüssigkeit ähnliche Flüssigkeit ab und besitzen vergleichbare Hormonrezeptoren.
Nein, kein gekapseltes Organ. Sie besitzt homologes Prostatagewebe, das aus dem gleichen urogenitalen Sinus stammt, mit reduzierten Sekretionsfunktionen.
Ja, auch wenn es seltener vorkommt als beim Mann. Sie können Infektionen (Skenitis), schmerzhafte Zysten und sehr selten bösartige Tumoren entwickeln.
Nein, Krebs ist selten. Die gynäkologische Untersuchung und die Bildgebung kommen nur bei klinischen Symptomen zum Einsatz (Schmerzen, Masse, Harnwegsbeschwerden).
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