

--
Tage--
Stunden--
Mins--
Sek18. März 2024
Gesundheit
Sie haben sicher schon einmal von dem humanen Papillomavirus (HPV) gehört, zum Beispiel bei Ihren routinemäßigen STI-Tests oder beim Vorbeigehen an einem Präventionsplakat.
Es ist wichtig zu wissen, dass die HPV-Infektion sehr häufig vorkommt und ein hohes Übertragungsrisiko birgt. Obwohl sie in der Regel gutartig ist, kann sie zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen, bis hin zu Krebs. Keine Panik jedoch: Ein grundlegendes Wissen zum Thema sowie die richtigen Reflexe schützen Sie vor diesem unangenehmen Erreger.
Hier folgt also ein Überblick über das Papillomavirus beim Mann mit Tipps zur Risikominimierung. Sie haben es sicher bereits verstanden: Heute sprechen wir über Screening und Impfung.
Das humane Papillomavirus ist eine virale Erkrankung, die durch direkten Kontakt mit einer infizierten Person übertragen wird. Auch HPV oder VPH in Quebec genannt, äußert es sich in der Regel durch Rötungen, Pickel und Warzen an den infizierten Stellen. Im schlimmsten Fall kann eine Papillomavirusinfektion auch Krebs verursachen.
Es gibt etwa 200 Stämme des Papillomavirus, die sich unterschiedlich und an verschiedenen Stellen des Körpers manifestieren. Davon betrifft etwa vierzig die Genitalregion (Penis, Hodensack, Vulva, Vagina, Gebärmutterhals) sowie Anus und Rektum. Zudem ist die Anzahl der potenziell gefährlichen oder krebserregenden Stämme relativ gering.
Im Allgemeinen dauert eine Infektion 1 bis 2 Jahre, kann aber auch deutlich länger anhalten.
Das Papillomavirus kann sich beim Mann wie bei der Frau auf verschiedene Weisen übertragen.
Die Übertragung wird durch Verletzungen, Schnitte oder kleine Hautrisse erleichtert. Ist die Hautbarriere erst einmal durchbrochen, kann das Virus in den Körper eindringen und die Infektion auslösen. Aus diesem Grund überträgt sich das Papillomavirus leicht über einfachen Hautkontakt.
Das Papillomavirus überträgt sich insbesondere durch Kontakt mit Warzen einer infizierten Person oder durch Kontakt mit einem durch eine Warze kontaminierten Gegenstand.
Ein weiterer häufiger Übertragungsweg des HPV ist beim Geschlechtsverkehr. Das Papillomavirus kann sich nämlich beim Vaginal-, Anal- oder Oralverkehr übertragen. Eine HPV-Infektion auf sexuellem Wege kann daher auch Läsionen in den Mund- und Atemwegen verursachen.
Bei Frauen kann das Papillomavirus auch durch die Schwangerschaft übertragen werden: Eine schwangere Frau mit Genitalwarzen kann das Virus auf ihr Baby übertragen.
Bei einer HPV-Infektion kann das Neugeborene je nach übertragener Papillomavirusstamm unter anderem einen gutartigen Tumor am Kehlkopf entwickeln.
Hier sind einige ergänzende Daten, die Ihnen eine bessere Vorstellung von den Übertragungsrisiken des Papillomavirus geben sollen.
Eine wichtige Zahl: 80 % der sexuell aktiven Männer und Frauen werden im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit HPV in Kontakt kommen [1]. Das Infektionsrisiko ist also sehr hoch. Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Papillomavirusinfektion zwangsläufig zu schwerwiegenden Komplikationen wie der Entwicklung eines Krebses führt.
Gut zu wissen: Mehrere Faktoren beeinflussen das Risiko einer HPV-Infektion. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen können das Alter beim ersten Geschlechtsverkehr, die Anzahl der Partner oder das gleichzeitige Vorhandensein anderer STI das Risiko beeinflussen, sich mit dem Papillomavirus zu infizieren.
Es ist wichtig zu wissen, dass die meisten HPV-Infektionen symptomlos verlaufen, d. H. Keine Symptome verursachen.
Nach einer Infektion kann sich das Papillomavirus jedoch auch auf verschiedene Weisen bemerkbar machen.
Eine Infektion kann weitere Symptome verursachen, wie Rücken- oder Beckenschmerzen, Appetit- und Gewichtsverlust sowie allgemeine Erschöpfung.
Wenn es symptomatisch ist, verursacht es in der Regel kleine Warzen, sogenannte Kondylome im Bereich der Genitalien, des Anus oder des Mundes. Man unterscheidet dabei:
Bei Frauen kann sich das Papillomavirus auch durch Brennen, Juckreiz und Blutungen im Bereich der Vulva und der Vagina äußern.
Dieselben Symptome können beim Mann im Bereich des Penis und des Hodensacks auftreten.
Eine HPV-Infektion kann weitere Symptome verursachen, wie Rücken- oder Beckenschmerzen, Appetit- und Gewichtsverlust sowie allgemeine Erschöpfung. Sie kann sich auch zu Krebs entwickeln.
Wird das Papillomavirus nicht behandelt, kann es zu ernsthaften Komplikationen führen.
In einem ersten Schritt kann eine unbehandelte Infektion bei einem durch Oralverkehr übertragenen Papillomavirus zu Mund- und Atemwegsläsionen führen.
Im Falle eines auf sexuellem Wege übertragenen Papillomavirus können Warzen und Läsionen im Bereich der Genitalien und des Anus sich zu präkanzerösen Zellen entwickeln. Nach einigen Jahren kann sich dann ein Krebs entwickeln.
Bei der Frau kann es dann zu Gebärmutterhalskrebs, Vaginal- oder Vulvakrebs kommen. Beim Mann kann eine HPV-Infektion seltener zu Krebs des Penis oder des Anus führen.
In noch selteneren Fällen kann ein Papillomavirus zu Zungenkrebs entarten. Dies war übrigens bei den Schauspielern Val Kilmer und Michael Douglas der Fall, die diese Erkrankung infolge der Ausübung von Cunnilingus entwickelten.
Die beste Methode, um sich nicht mit dem Papillomavirus zu infizieren und damit das Krebsrisiko zu senken, ist eine angemessene Impfung.
Unabhängig vom Geschlecht wird das Papillomavirus in der Regel nach dem Auftreten von Kondylomen diagnostiziert. Der Arzt stellt die Diagnose anhand des Aussehens der Warzen, aber auch mithilfe eines Screenings, das auf etwaige präkanzeröse Zellen untersucht.
So wird bei Frauen zwischen 25 und 29 Jahren nach dem Auftreten von Kondylomen ein Test durchgeführt, der aus einem Abstrich des Gebärmutterhalses oder der Vagina alle 3 Jahre besteht. Für Frauen zwischen 30 und 65 Jahren wird alle 5 Jahre ein DNA-Test durchgeführt, der auf krebsgefährdende Viren untersucht.
Beim Mann erfolgt das Screening auf das Papillomavirus zunächst durch eine Untersuchung des Penis, des Hodensacks und des Anus auf mögliche Kondylome. Für Männer kann, wenn auch seltener, auch ein DNA-Test aus Zellen der infizierten Stellen durchgeführt werden. Dieser Test ermöglicht es, die Art des Papillomavirus zu bestimmen und HPV-Stämme mit hohem Krebsrisiko zu erkennen.
Da Vorbeugen besser ist als Heilen, ist die beste Methode, um sich nicht mit dem Papillomavirus zu infizieren und damit das Krebsrisiko zu senken, eine angemessene Impfung. Dieser Impfstoff wird jedoch hauptsächlich Mädchen und mittlerweile auch Jungen zwischen 11 und 14 Jahren verabreicht, wie in diesem Video erklärt:
Sexuell aktive Erwachsene haben ein höheres Risiko, das Virus im Laufe ihres Lebens bereits kontrahiert zu haben, was die Impfung unwirksam macht. Da die Wahrscheinlichkeit jedoch gering ist, alle Typen des Papillomavirus kontrahiert zu haben, kann es sinnvoll sein, sich impfen zu lassen – unabhängig davon, ob man Mann oder Frau ist.
Bitte beachten Sie außerdem, dass der Impfstoff gegen das Papillomavirus nicht erstattet wird: Sie müssen daher 200 € aus eigener Tasche bezahlen.
Wenn Sie unsicher sind, ob eine HPV-Impfung für Sie sinnvoll ist, wenden Sie sich an Ihren Gesundheitsspezialisten. Er oder sie wird beurteilen können, ob eine Impfung angesichts Ihrer spezifischen Situation empfehlenswert ist.
Eine weitere wirksame Methode zur Verringerung des Risikos einer Papillomavirusinfektion ist das Tragen eines Kondoms. Obwohl es aufgrund der hohen Ansteckungsfähigkeit des HPV-Virus nur einen partiellen Schutz bietet, bleibt das Kondom stets ein ausgezeichnetes Mittel zur Verringerung der Exposition gegenüber STI.
Und das kann man gar nicht oft genug sagen: Lassen Sie sich regelmäßig testen! Und zwar sowohl auf das Papillomavirus als auch auf alle anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen. Für einen sexuell aktiven Mann oder eine sexuell aktive Frau empfiehlt sich ein Test auf das Papillomavirus (und andere STI) etwa alle drei Monate.
Es ist wichtig zu wissen, dass Kondylome, die durch das Papillomavirus verursacht werden, sich in der Regel von selbst zurückbilden. Obwohl das Virus recht häufig ist, bleiben die meisten HPV-Stämme gutartig, und Komplikationen sind daher relativ selten.
Auch nach dem Verschwinden der Warzen ist das Papillomavirus jedoch weiterhin im Körper vorhanden. Leider gibt es noch kein Mittel, das den Virus vollständig eliminiert. Die Behandlungen gegen das Papillomavirus konzentrieren sich daher auf die Kondylome, um deren Entwicklung zu Krebs zu verhindern.
Im Falle einer Infektion sollten Sie wissen, dass es mehrere Behandlungen gegen diese Symptome des Papillomavirus gibt.
Sowohl bei Männern als auch bei Frauen kann der Gesundheitsspezialist zunächst lokale Behandlungen verschreiben, die auf einer Hautbehandlung basieren. Dabei werden topische Medikamente direkt auf die Kondylome aufgetragen, was deren Verschwinden fördert.
Wenn die lokale Behandlung nicht anschlägt, können die Symptome des Papillomavirus mit chirurgischen Behandlungen angegangen werden. Dabei werden die Warzen entweder durch elektrischen Strom verbrannt oder mit flüssigem Stickstoff eingefroren. Sollten diese oberflächlicheren Behandlungen nicht wirken, wird die Entfernung der Warzen mit dem Laser vorgenommen.
Auch hier gelten diese beiden Behandlungen gleichermaßen für Männer wie für Frauen.
Speziell bei der Behandlung von HPV am Gebärmutterhals der Frau kommt die Kolposkopie zum Einsatz. Diese Methode ermöglicht es, das Gewebe des Gebärmutterhalses zu visualisieren und mögliche Krebsvorstufen zu erkennen. Nach der Kolposkopie kann je nach Befund der Patientin die Entfernung etwaiger Läsionen vorgenommen werden.
Wir hoffen, dass dieser Artikel über das Papillomavirus beim Mann Ihnen geholfen hat, diese Erkrankung besser zu verstehen. Denken Sie in der Zwischenzeit daran: Lassen Sie sich regelmäßig testen, um eine mögliche HPV-Infektion zu kontrollieren!
[1] Santé publique France – Papillomavirusinfektion. Link: hier
Wozu dient Gleitgel beim Intimverkehr?
Masturbationshülle: der Vergleich der besten Masturbationshüllen
Erster Blowjob: Techniken, Tipps & Erfahrungsberichte